Mehrtagestour empfohlene Tour Etappe 14

Salzburger Almenweg - Etappe 14: Ellmaualm - Gernkogel/St. Johann

· 1 Bewertung · Mehrtagestour · Großarltal
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  • Karseggalm
    Karseggalm
    Foto: Tourismusverband Großarltal, Salzburger Almenweg
m 1900 1800 1700 1600 1500 1400 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Aussichtsreiche Almwanderung mit Glocknerblick
mittel
Strecke 17,6 km
6:30 h
581 hm
719 hm
1.906 hm
1.480 hm

Mit seinen 3.798 Metern ist der Großglockner nicht nur der höchste Berg Österreichs, sondern auch ein Gletscherriese von überragender Strahlkraft und Magie. Er bildet den Mittelpunkt des Nationalparks Hohe Tauern und sogar vom Salzburger Almenweg können Sie den markanten Gipfel erblicken. Schon auf den ersten Schritten ab der Ellmaualm eröffnet sich auf der heutigen Etappe ein traumhaftes Panorama und es wird steter Begleiter bleiben. Ebenso wie die zahlreichen anderen Impressionen: Rauch, der kräuselnd aus den Schornsteinen der Almhütten aufsteigt und Gipfelkreuze, die sich wie Miniaturen am Himmel abzeichnen. Filigranes Wollgras, dessen feine Puschel vom Wind zerzaust werden und Alpakas, die Wanderer neugierig begrüßen. Mit Almrosen geschmückte Hüttentüren und Sauerkäse mit einem einzigartigen Aroma. Meckerende Ziegen und wiederkauende Kühe. Idyllisch ist die über sechs Stunden lange Höhenwanderung durch den nordöstlichen Teil des Großarltals, nicht besonders anstrengend, aber ein wunderschönes Abschiedsgeschenk. Denn nach fast vier Tagen verlassen Sie das „Tal der Almen“ und der Weg führt weiter nach Osten.

 

Am Wegesrand

Kleine, tiefschwarze Moorseen finden sich immer wieder in den Bergen des Salzburger Pongaus. Wanderer kennen etwa das Hochmoor am Gerzkopf in Eben, die „Himmelsteiche“ auf den Lackenalmen in Altenmarkt oder die Trögseen im Großarltal. Diese 15 bis 20 „Lacken“ liegen verteilt zwischen den beiden Graten des Gründeggs. Rund um die Moorseen entfalten Fauna und Flora eine außerordentliche Vielfalt mit Almrosen, Anemonen, Enzian, Wollgras und seltenen Libellen. Diese einzigartige Naturlandschaft gehört zweifelsfrei zu den schönsten Landschaftsteilen im gesamten Großarltal.

 

Almenweg Stärkung 

Die 400 Jahre alte Karseggalm ist die älteste Hütte im Großarltal und genauso sieht sie auch aus: Ein mächtiger Hollerbusch flankiert den mit Almrosen geschmückten Eingang, aus der offenen Tür dringt Rauch, ein Feuer flackert im Inneren. Eine offene Feuerstelle, von Ruß geschwärztes Holz, zwei Kessel – einer mit Käse und der andere mit Wasser befüllt –, und der gestampfte Lehmboden erinnern an längst vergangene Zeiten. Auf den Balken über dem Feuer reift eine Großarler Spezialität, die nur noch hier hergestellt wird: Der Knetkäse, der wie fein geriebener Parmesan zur Brettl- oder Käsejausen serviert wird. Jeden Donnerstag können Wanderer der Sennerin beim „Kasn“ über die Schulter schauen. 

Autorentipp

Die Geselligkeit spielte auf den Almen immer schon eine große Rolle: Gerne wurde und wird gesungen, musiziert. So auch auf der Unterwandalm und auf der Maurachalm. Da wird schon manchmal die Ziehharmonika ausgepackt oder die Stimme zu einem freudigen Jodler, Almlied und Juchizer erhoben.

Die 400 Jahre alte Karseggalm ist die älteste Hütte im Großarltal: Eine offene Feuerstelle, von Ruß geschwärztes Holz, zwei Kessel und der Lehmboden erinnern an vergangene Zeiten. Über dem Feuer reift eine Großarler Spezialität, die nur hier hergestellt wird: Der Knetkäse - der Parmesan der Alpen. Jeden Donnerstag können Wanderer der Sennerin beim „Kasn“ über die Schulter schauen.

Profilbild von Tourismusverband Großarltal
Autor
Tourismusverband Großarltal
Aktualisierung: 25.05.2022
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Kartörl, 1.906 m
Tiefster Punkt
1.480 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Schotterweg 51,55%Naturweg 9,17%Pfad 39,26%
Schotterweg
9,1 km
Naturweg
1,6 km
Pfad
6,9 km
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Sicherheitshinweise

Damit Ihr Tag in den Bergen auch wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, geben wir Ihnen einige Tipps, damit Sie sicher in den Bergen unterwegs sind.

Weitere Infos und Links

Alle weiteren Informationen rund um den Salzburger Almenweg finden Sie hier.

Start

Ellmaualm (1.794 m) (1.795 m)
Koordinaten:
DD
47.244220, 13.271278
GMS
47°14'39.2"N 13°16'16.6"E
UTM
33T 369174 5233753
w3w 
///freudige.schuhe.frisiere
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Ziel

Haibenalm (1.650 m)

Wegbeschreibung

Die Etappe von der Ellmaualm über den Sonntagskogel zum Gernkogel ist großteils ein Höhenweg mit herrlichen Ausblicken. Im Süden und Westen sind die Hohen Tauern mit dem 3.798 Meter hohen Großglockner zu erkennen, am nördlichen Horizont reihen sich von Westen nach Osten der Hochkönig, das Tennengebirge, der Gosaukamm mit der markanten Bischofsmütze und der Dachstein aneinander.

Ausgehend von der Ellmaualm geht es zur nicht bewirtschafteten Henerbichlalm und von dort bergauf zum 1.906 Meter hohen Kartörl, dem höchsten Punkt der heutigen Etappe. Vom Grat erblickt man etwas abseits des Hauptweges ein Gipfelkreuz. Von diesem sind es nur wenige Minuten hinüber zu den „Trögen“. Der Umweg von rund einer Viertelstunde zu den Moorseen ist absolut lohnend.

Zurück am Salzburger Almenweg geht esvorbei an den Karalmen stetig bergab zur Spatalm und zur Kleinwildalm, die beide nicht bewirtschaftet sind. Nach der Kleinwildalm beginnt nun ein gleichmäßiger Abstieg zur bewirtschafteten Großwildalm, ab der sich zwei Wegvarianten auftun. Entweder folgt man weiter dem Güterweg bergab und nimmt an der dritten Serpentine rechts den Fahrweg zur Karseggalm oder – und das ist unser Tipp – man folgt ab der Großwildalm dem idyllischen Steig hinab in Richtung Breitenebenalm. Nach einer knappen Stunde erreicht man eine Weggabelung und folgt hier dem Steig hinauf zur Karseggalm, der erst durch einen schönen Fichten-Hochwald und dann über weite Almweiden führt. Wer hingegen zur Breitebenalm absteigen möchte, muss einen kleinen Umweg von einer Viertelstunde in Kauf nehmen.

Die rund 400 Jahre alte Karseggalm ist eine der ältesten Hütten des Tales. Von ihr gelangt man in ca. 20 Minuten zur Unterwandalm und in nochmals rund einer Stunde Gehzeit zur nicht bewirtschafteten Muggenfeldalm und weiter zur Maurachalm, der nördlichsten Alm des Großarltales. Ab hier geht es auf einem Steig erst lange auf gleicher Höhe, schließlich ein kurzes Stück entlang eines Forstweges und nur das letzte Stück etwas steiler bergauf zum 1.849 Meter hohen Sonntagskogel. Hier rückt das heutige Etappenziel – die Haibenalm – bereits ins Blickfeld. Der Abstieg dorthin dauert rund 40 Minuten und erfolgt in Richtung Westen. Auf jeden Fall sollte man einen Abstecher zum idyllisch gelegenen Speicherteich Sonntagskogel machen – ein Umweg von nur wenigen Minuten, der aber auszahlt.

Sollte die Alm ausgebucht sein, bieten sich als Alternative die Buchauhütte oder die Gernkogelalm zur Übernachtung an. Dazu wandert man von der Haibenalm leicht ansteigend entlang der bewaldeten Kuppe des Gernkogels bis zum Erlebnisberg „Geisterberg“, von wo man bereits die Gernkogelalm erblickt, die in weiteren 20 Minuten erreicht ist. Zur Buchauhütte geht es noch ein Stück die Forststraße bergab.

 

Variante 14a mit Talfahrt nach St. Johann oder Wagrain:

Wer lieber im Tal übernachtet, fährt am Etappenziel mit der Bergbahn wahlweise nach St. Johann-Alpendorf oder nach Wagrain. Ab dem Sonntagskogel erfolgt der Abstieg zur Bergstation der Grafenbergbahn (Wagrain) nach Süden: Dazu an der Abzweigung dem Weg rechts in Richtung Bergstation folgen.

Die Bergstation der Alpendorf Gondelbahn erreicht man über die Haibenalm und den Gernkogel (s. Etappenbeschreibung oben) in einer Gehzeit von rund 1,5 Stunden (Haibenalm/Gernkogelalm/Buchauhütte/Bergstation). Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten der Bergbahnen.

Am nächsten Tag erreichen Sie den Etappenstart wieder mit der Bergbahn.

 

Variante 14b mit Abkürzung der Etappe direkt nach Kleinarl:  

Auf der morgigen Etappe 15 gibt es einen kurzen, schwarzen Abschnitt auf das Kitzstein („Gabel“), der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Wer sich das nicht zutraut, der kann die Etappe 14 und 15 zusammenlegen und heute schon bis nach Kleinarl wandern. Diese Variante führt ab der Karseggalm über den Almsteig (Weg Nr. 72) hinauf zur nicht bewirtschafteten Karsegg-Hochalm und weiter auf den Grat. Der Abstieg führt über den Wanderweg Nr. 712 zur Kleinarler Hütte, die in gut 1,5 Stunden Gehzeit erreicht ist, und weiter zum Etappenziel Kleinarl (s. Etappenbeschreibung 15).  

 

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit 

Ellmaualm (1.794 m), (am Etappenstart), von Mitte Juni bis Anfang Oktober, T. +43 0664 45 50 411 E/Ü/Almsommerhütte 

Großwildalm (1.787 m), (nach ca. 2,5 Stunden) Juli bis Ende August, T. +43 6414 333 oder +43 664 552 55 54 E 

Breitebenalm (1.420), (nach ca. 3,5 Stunden) Anfang Mai bis Ende Oktober, T. (Gastronomie) +43 76414 81445, T. (Übernachtung) +43 676 411 6787  E/Ü/Almsommerhütte 

Karseggalm (1.603 m), (nach ca. 3,5 Stunden) Ende Juni bis Ende Oktober, T. +43 664 915 07 17 oder +43 664 9962188 E/Almsommerhütte 

Unterwandalm (1.600 m), (nach ca. 4 Stunden) Anfang Juni bis Mitte Oktober, T. +43 664 2412908 oder +43 664 453 64 38 E/Ü/Almsommerhütte 

Maurachalm: (1.620 m), (nach ca. 5 Stunden) Anfang Juni bis Mitte Oktober, T. +43 6414 293 E/Almsommerhütte 

Haibenalm (1.650 m), (nach ca. 5,5 Stunden) Juni bis September, T. +43 664 266 98 07 oder +43 664 588 37 32 E/Ü/Almsommerhütte 

Buchauhütte (1.750 m), (nach ca. 6 Stunden), Anfang Juni bis Ende Oktober, T. +43 664 2801508 E/Ü 

Gernkogelalm (1.750 m), (nach ca. 6 Stunden) Anfang Juni bis Ende Oktober, T. +43 664 2669807 E 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Großarl am besten über den ÖBB Bahnhof St. Johann in Salzburg erreichbar. Von hier führt die Postbuslinie 540 in den Ort. Die Nutzung des Wanderbusses Ellmautal 541 ist mit gültiger Gästekarte für ein Euro pro Person und Fahrt möglich.

Parken

Wer mit dem Auto anreist, kann dieses in Großarl auf dem Parkplatz im Ortszentrum nahe der ENI-Tankstelle und im Ellmautal beim Parkplatz Grundlehen kostenlos für mehrere Tage parken. Bitte die „Almenweg-Parkuhr“ aus der Broschüre im geparkten Auto hinterlegen!

Koordinaten

DD
47.244220, 13.271278
GMS
47°14'39.2"N 13°16'16.6"E
UTM
33T 369174 5233753
w3w 
///freudige.schuhe.frisiere
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte Tappeiner Nr. 311

Salzburger Almenweg-Wanderkarte

Ausrüstung

Hier finden Sie alles rund um den passenden Wanderschuh, die perfekte Ausrüstung und die richtige Geh-Technik.


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Bewertungen

5,0
(1)
Chris Betz
29.07.2017 · Community
Etappe wurde in zwei Hälften geteilt und mit der Etappe 16 verbunden. Abwechslungsreich und sehr schön.
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Saturday, 29. July 2017, 11:03
Foto: Chris Betz, Community

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
17,6 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
581 hm
Abstieg
719 hm
Höchster Punkt
1.906 hm
Tiefster Punkt
1.480 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
  • 19 Wegpunkte
  • 19 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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