Mehrtagestour empfohlene Tour Etappe 12

Salzburger Almenweg - Etappe 12: Hüttschlag - Draugsteinalmen

· 1 Bewertung · Mehrtagestour · Großarltal
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  • Tappenkarsee
    Tappenkarsee
    Foto: Tourismusverband Großarltal, Salzburger Almenweg
m 2200 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 14 12 10 8 6 4 2 km

Ein eiskalter See, seltene Blüten und eine schaurige Sage

mittel
Strecke 15,6 km
7:30 h
1.571 hm
777 hm
2.145 hm
995 hm

Die Etappe 12 ist ungeheuerlich lang und ungeheuerlich schön. Die Tour führt von Hüttschlag über einen recht anspruchsvollen Anstieg über blumenübersäte Wiesen zum Karteistörl und zum größten Gebirgssee der Ostalpen. Der Tappenkarsee liegt auf rund 1.800 Meter Seehöhe und wir sind uns sicher: Wenn Sie ihn kurz nach dem Karteistörl zum ersten Mal erblicken, werden sie überwältigt innehalten. Nicht zufällig zählt diese Etappe für viele zu den schönsten Abschnitten am Salzburger Almenweg überhaupt. Der See liegt eingebettet zwischen den Großarler Grasbergen und den felsigen Gipfeln der Radstädter Tauern in Kleinarl und beherbergt – so will es die Sage – ein gefräßiges Ungeheuer. Behalten Sie also auf Ihrer Wanderung das Seeufer im Auge, vor allem wenn Nebelschwaden über das kalte Wasser ziehen: Wer weiß, wann das Ungetüm das nächste Mal auftaucht und was es im Sinn hat. Genächtigt wird nach dieser anstrengenden Etappe auf einer der beiden Draugsteinalmen, die so idyllisch liegen, dass Sie bestimmt ungeheuerlich gut schlafen werden.

 

Am Wegesrand

Der mächtige, 2.358 Meter hohe Draugstein ist mit seinen breiten Flanken einer der wenigen Kalkberge im Großarltal, die hier eine ganz eigenständige Vegetation zum Vorschein bringen. Schon beim Aufstieg aufs Karteistörl dürfen sich Blumenliebhaber über eine üppige Farben- und Blütenpracht freuen: Unzählige Grüntöne vermischen sich mit dem kräftigen Rosa der Almrosen, dem dunklen Lila der Knabenkräuter – einer heimischen Orchideenart –, dem Gelb von Arnika und dem Weiß des flauschigen Wollgrases.

 

Almenweg Geschichte(n)

Eine kleine Gute-Nacht-Geschichte gefällig? Nun, dann wollen wir jene vom Lindwurm im Tappenkarsee erzählen. Diese Sage zählt zum Kulturgut im SalzburgerLand und ihr zufolge sorgte einst ein gefräßiger Lindwurm für viel Schrecken rund um den bis zu fünfzig Meter tiefen See. Er verschlang alles, was sich am Ufer bewegte und so beschlossen einige Männer, das Ungeheuer zu töten. Der Plan jedoch misslang und voll Rachegelüste sitzt der Lindwurm seither auf dem Grund des Sees und nagt am Felsen, der den Tappenkarsee zum Kleinarler Tal hin begrenzt. Wenn es ihm gelingt, die Wand zu durchbrechen, wird das gesamte Tal bis nach Wagrain unter den Wassermassen versinken. Einer anderen Sage zufolge soll der Tappenkarsee unterirdisch mit dem Schuhflickersee nördlich des Schuhflickers zwei Täler weiter zwischen Großarl- und Gasteinertal verbunden sein. Dort soll das Rad eines Wagens gefunden worden sein, der zuvor in den Tappenkarsee gestürzt war.

 

Almenweg Stärkung  

Auf der Tappenkarseehütte wird „Dreifärbiger Kaiserschmarrn“ serviert. Zu dieser farbenfrohen Variante des Mehlspeisenklassikers tragen Apfelmus sowie Preiselbeer- und Schwarzbeermarmelade bei. Die Schwarzbeeren (auch bekannt als Heidel-, Blau- oder Moosbeeren) dürfen natürlich auch am Wegesrand genascht werden. Meist sind sie Anfang/Mitte August reif. 

Autorentipp

Die sehenswerte Nationalpark-Erlebnisausstellung „Auf der Alm - zwischen Himmel und Erde“ im Talschluss von Hüttschlag beschäftigt sich mit den Besonderheiten der Almlandschaft und des Almlebens und ergänzt die Ausstellung „Geheimnisse des Bergwaldes“. Von 24.5. bis 31.10. täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.  

Profilbild von Tourismusverband Großarltal
Autor
Tourismusverband Großarltal
Aktualisierung: 13.07.2022
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Karteistörl, 2.145 m
Tiefster Punkt
Hüttschlag, 995 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 14,47%Schotterweg 37,58%Naturweg 3,05%Pfad 44,71%Straße 0,16%
Asphalt
2,3 km
Schotterweg
5,9 km
Naturweg
0,5 km
Pfad
7 km
Straße
0 km
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Sicherheitshinweise

Damit Ihr Tag in den Bergen auch wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, geben wir Ihnen einige Tipps, damit Sie sicher in den Bergen unterwegs sind.

Weitere Infos und Links

Alle weiteren Informationen rund um den Salzburger Almenweg finden Sie hier.

Start

Hüttschlag-Ortszentrum (1.030 m) (986 m)
Koordinaten:
DD
47.176611, 13.230376
GMS
47°10'35.8"N 13°13'49.4"E
UTM
33T 365908 5226309
w3w 
///gebäck.chlor.unvollständig
Auf Karte anzeigen

Ziel

Draugsteinalmen (1.778 m)

Wegbeschreibung

Von Hüttschlag folgt man am besten den Markierungen des „Kapellen-Wanderweges“ taleinwärts. Es empfiehlt sich, auf dem Weg einen Blick in die Christophoruskapelle in Wolfau und in die Karteiskapelle mit ihrer herrlichen Schutzmantel-Madonna in Karteis zu werfen. In diesem Ortsteil wird dann die Straßen- als auch die Talseite gewechselt. Bevor sich die Straße in Karteis gabelt, zweigt zwischen den Häusern links ein Fußweg nach Oberstein, einem alten Gehöft mit schönem Ausblick ins Tal, ab. Diesem Fußweg bergauf folgend, geht es unterhalb von Mühlegg rechts in Richtung Hallmoosalm und weiter auf der anderen Seite des Grabens auf einen Güterweg beständig bergauf. Am ersten Parkplatz an der Hallmoosalm vorbei, am zweiten Parkplatz – an der Weggabelung mit den beiden Schranken – dem rechten Weg und der Beschilderung zur Karteisalm folgen. Wer auf direktem Weg zu den bereits in der Ferne erkennbaren Draugsteinalmen wandern möchte, orientiert sich hier an Variante 12a (Beschilderung „Draugsteinalmen“). 

Die Originalroute führt weiter auf dem Forstweg, von dem nach ca. 10 Minuten Gehzeit links ein Wirtschaftsweg zur Karteisalm abzweigt, der immer schmäler wird und schließlich in einen Almsteig mündet. Kurz vor der Karteisalm kann in einem Brunnen die Wasserflasche aufgefüllt werden. Von der Alm führt der Steig durch ein weites Kar auf das Karteistörl (2.145 m). Alternativ empfiehlt sich ab dem Kar ein kurzer Gipfelanstieg (Variante 12b).

Ab dem Karteistörl beginnt der landschaftlich schönste Teil der Etappe, denn nach dem langen Aufstieg geht es nun endlich bergab zur Tappenkarseehütte (ÖAV-Sektion Edelweiß) und zum Tappenkarsee. Wer erneut abkürzen möchte, entscheidet sich hier für Variante 12c.

Angelangt am Tappenkarsee geht es an dessen westlichem Ufer bis zur Tappenkarseealm, die in rund 20 Minuten Gehzeit erreicht ist und die, ebenso wie die Tappenkarseehütte, zu einer Stärkung einlädt. Immerhin gilt es, nach der Pause noch einmal rund 300 Höhenmeter zum Draugsteintörl zu bewältigen.

Vom Draugsteintörl führt der Salzburger Almenweg an den Flanken des mächtigen Draugsteins hinunter zu den idyllischen Draugsteinalmen, in denen auch genächtigt wird.

 

Variante 12a auf direktem Weg zu den Draugsteinalmen:

Manchmal muss es schnell gehen, aus welchen Gründen auch immer. Ob das Wetter schlecht ist oder die Schuhe drücken: Wer auf kürzestem Wege zu den Draugsteinalmen gelangen möchte, nimmt kurz nach der Hallmoosalm den Weg geradeaus und gelangt in rund 1 ½ Stunden Gehzeit zum Etappenziel.

 

Variante 12b vom Karteistörl aufs Kreuzeck:

Wer ausreichend Kondition mitbringt, dem sei ein Umweg von zirka einer halben Stunde aufs 2.204 Meter hohe Kreuzeck zu empfehlen. Dafür rund 30 Minuten nach der Karteisalm rechts dem Steig auf den etwas südlich gelegenen Gipfel folgen. Vorteil dieses kleinen „Schlenkers“ ist der atemberaubende Panoramablick vom Kreuzeck auf Klingspitz, Keeskogel und die Hohen Tauern auf der einen Seite, Mosermandl, Faulkogel und Weißeck auf der anderen Seite. Zudem weht oben auf dem Grat meist eine feine Prise, während im breiten Talkessel oft die Hitze steht. Am Karteistörl kommt man wieder zurück auf den Salzburger Almenweg.

 

Variante 12c vom Karteistörl zum Draugsteintörl:

Alternativ ist es auch möglich, die Tour um rund eine Stunde abzukürzen, indem man vom Karteistörl anstatt des Abstieges zum Tappenkarsee direkt über den Grat zum Draugsteintörl wandert. Man erspart sich dabei einen Auf- und Abstieg von je rund 300 Höhenmetern und genießt trotzdem das herrliche Gebirgspanorama mit Blick auf den Tappenkarsee.

 

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten 

Tappenkarseehütte (1.825 m), (nach ca. 5 Stunden) Juni bis Anfang Oktober (keine Nächtigung), T. +43 676 3409923 E/Ü 

Tappenkarseealm (1.770 m), (nach ca. 5 ½ Stunden) Juni bis Anfang Oktober (keine Nächtigung), T. +43 676 3409923 E/Ü 

Draugsteinalmen (1.778 m), (nach ca. 7,5 Stunden Gehzeit) Mitte Juni bis Ende September.  

Schrambachhütte: T. +43 664 767 06 52 E/Ü (/nur DO-SO möglich!) 

Steinmannhütte: T. +43 6417 265 E/Ü/Almsommerhütte 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Hüttschlag am besten über den Bahnhof St. Johann in Pongau erreichbar. Von hier fährt man mit dem Postbus (Linie 540) nach Hüttschlag. Die Nutzung ist mit gültiger Gästekarte für einen Euro pro Person und Fahrt möglich.

Parken

Wer mit dem Auto anreist, kann dieses in Hüttschlag auf dem Parkplatz im Ortszentrum nahe der Schappachkapelle kostenlos für mehrere Tage parken. Bitte die „Almenweg-Parkuhr“ aus der Broschüre im geparkten Auto hinterlegen!

Koordinaten

DD
47.176611, 13.230376
GMS
47°10'35.8"N 13°13'49.4"E
UTM
33T 365908 5226309
w3w 
///gebäck.chlor.unvollständig
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

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Bewertungen

5,0
(1)
Chris Betz
29.07.2017 · Community
Sehr schöner Wanderweg. Anfangs teilweise Forstwege. Toller Aufstieg und Aussicht Die Unterkunft macht den Tag perfekt.
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Saturday, 29. July 2017, 10:56
Foto: Chris Betz, Community

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
15,6 km
Dauer
7:30 h
Aufstieg
1.571 hm
Abstieg
777 hm
Höchster Punkt
2.145 hm
Tiefster Punkt
995 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
  • 14 Wegpunkte
  • 14 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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