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Hochgebirgstour

Hüttschlag: Weinschnabel

2 Hochgebirgstour • Ankogel-Gruppe
  • Kreealm-Kreehütte, 1.483 m
    / Kreealm-Kreehütte, 1.483 m
    Foto: Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Kreealm-Bichlhütte, 1.570 m
    / Kreealm-Bichlhütte, 1.570 m
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Kreealmwasserfall
    / Kreealmwasserfall
    Foto: Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Ötzlsee
    / Ötzlsee
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Kreealm-Kapelle
    / Kreealm-Kapelle
    Foto: Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Kreuz am Weinschnabel
    / Kreuz am Weinschnabel
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Weinschnabel
    / Weinschnabel
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Arlscharte
    / Arlscharte
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Blick auf den Kölnbreinspeicher
    / Blick auf den Kölnbreinspeicher
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Oberhalb der Arlscharte
    / Oberhalb der Arlscharte
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Murtörl
    / Murtörl
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Muregg
    / Muregg
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Bei den Schwarzseen
    / Bei den Schwarzseen
    Foto: TVB Großarltal, Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
Karte / Hüttschlag: Weinschnabel
1500 2000 2500 3000 3500 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22

Konditionsraubende Bergtour auf den Weinschnabel mit wunderschönen Landschaftstypen.

schwer
22,7 km
13:30 h
2189 hm
2189 hm

Diese Wanderung startet beim Parkplatz beim Gasthof Talwirt. Hier gibt es heimische Köstlichkeiten und Sie können selbst geräucherten Speck kaufen. Im ersten Stock des Talwirts befindet sich die Bergwaldausstellung und eine Info-Stelle vom Nationalpark Hohe Tauern. Daneben ist das Hüttschlager Bauernladenstüberl, wo Sie auch Produkte aus der eigenen Produktion kosten und kaufen können.
Gleich nebenan ist das Talmuseum des Großarltales.

Der Weg führt erst vorbei am Bauernhof Stockham, am alten Seegut, an einem Rotwildgehege und verläuft schließlich durch die Wiesen und Auen des Talschlusses bis „Hüttschlag/See“. Nahe der dortigen Brücke über den Bach befindet sich rechts eine Natur-Kneippanlage mit öffentlicher Grillstelle. Nur wenige Meter nach der Kneippanlage zweigt links ein Stichweg zum Ötzlsee ab. Nur rund 250 Meter weiter liegt die Ötzlhütte, die derzeit leider nicht bewirtschaftet ist.

Weiter führt der Weg über Stock und Stein (Achtung: Der Weg ist oftmals rutschig und nass, gutes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich.) stets neben dem Bach in das idyllische Schödertal. Doch plötzlich wird es still und es ist verschwunden, das Rauschen des Wassers. Hier fließt nämlich das Wasser unterirdisch.
Kurz bevor man zum Schödersee kommt, ist auf der linken Seite eine alte, kleine Jagdhütte.
Schließlich erreicht man den Schödersee. Dieser ist ein periodischer See, der sich nur während der Schneeschmelze und nach besonders starken Regengüssen füllt. Während der Schönwetterperioden im Sommer trocknet er aufgrund seines unterirdischen Ablaufes oft zur Gänze aus, zurück bleiben nur einige kleine, schmale Bächlein, die schließlich zwischen den Steinen im Boden verschwinden.

Vom Parkplatz beim Talwirt bis zum Schödersee führt der interessante "Elementar-Naturlehrpfad" mit rund 50 Schautafeln. Diese erzählen über die Geschichte, Mineralien, Pflanzen und Tiere im Schödertal.

Aufstieg vom Schödersee entlang des Kolmbaches bis zur Jagdhütte und weiter über mehrere Steilstufen durch das karge, mit zahlreichen Steinen durchwachsene Almgebiet. Man kommt vorbei an mehreren kleinen Lacken, wie den beiden Kolmseen, bis man schließlich den Pfringersee („Arlsee“) erreicht. Von dort sind es nur noch wenige Höhenmeter bis zur Arlscharte, 2.252 m, die einen herrlichen Blick auf die nahe liegenden Gipfel der 3.000er Ankogel, 3.252 m und Hochalmspitze, 3.363 m, freigibt.

Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis nach Kärnten. Ein herrlicher Blick auf den 4,5 km langen Kölnbreinspeicher im Maltatal tut sich auf. Oftmals wird von der 55 m hohen Staumauer Bungee-Jumping angeboten und man kann während man ganz gemütlich auf der Arlscharte seine Jause isst, die Wagemutigen schreien hören...

Über den Tohernhöhenweg gelangen Sie auf den Weinschnabel. Momentan befinden Sie sich schon im südlichsten Bundesland von Österreich, Sie sind nämlich in Kärnten. Vom Weinschnabel ist die Aussicht einfach gigantisch. 

Über zahlreiche Steine erfolgt der Abstieg zu den beiden Schwarzseen. Die Landschaft hier ist einfach einzigartig und lädt zum Verweilen ein, aber Achtung: Nicht zu lange genießen, es liegen noch etliche Stunden Gehzeit vor Ihnen.
Zwischen dem oberen und dem unteren Schwarzsee gibt es eine kurze Kletterpassage. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Bergerfahrung sind hier unbedingt erforderlich

Ein Stück unterhalb der Schmalzscharte ist das "Albert-Biwak", das ist eine Schlafstelle für in Not geratene Wanderer. Das "Albert-Biwak" ist ein kleines, liebevoll gestaltetes Häuschen mit netter Außenanlage und schön eingerichteten "Wohnraum". Über ein weites Kar geht es zum Murtörl. Hier entspringt die Mur, die in der Steiermark zum großen Fluss wird.
Mittlerweile befinden Sie sich wieder in Salzburg, allerdings sind Sie jetzt im Nachbargau nämlich im Lungau.
Am Murtörl ist es normalerweise immer windig. Es kann schon vorkommen, dass es auf der ganzen Strecke relativ warm war und dass auf dem Murtörl ein eiskalter Wind weht. Aber nur wenige Höhenmeter unterhalb des Törls wird es für gewöhnlich wieder windstill.

Endlich wieder im Pongau und somit auch in Hüttschlag angelangt geht es über die Almwiesen des Kreealmgebietes talwärts zu den beiden Kreealmen, die obere ist die Kreealm-Bichlhütte, die untere ist die Kreealm-Kreehütte. Auf beiden Hütten werden Sie mit selbstgemachten Köstlichkeiten wie Brot, Butter, Käse, Speck oder Wurst verwöhnt - Sie haben sich jetzt eine Stärkung verdient.

Talwärts geht es dann ganz gemütlich - Sie können sich entscheiden, ob Sie am Fahrweg oder über die Abkürzungen durch den Wald gehen. Gleich nach den beiden Kreealmen kommen Sie bei einer Kapelle vorbei. Sie ist ein Ort zum Innehalten und soll jeden Wanderer kurz zum Danke sagen anregen.

Achtung: Auf der gesamten Strecke ist keine Einkehrmöglichkeit (außer der Gasthof Talwirt und die Jägersteighütte direkt am Kölnbreinspeicher und die Kreealmen), daher genügend zum Trinken und zum Essen mitnehmen!

Autorentipp

Die Landschaft rund um die Schwarzseen ist einzigartig.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2701 m
1038 m
Höchster Punkt
Weinschnabel (2701 m)
Tiefster Punkt
Hüttschlag - Talschluss (1038 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Nur mit ortskundigem Führer zu empfehlen. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Bergerfahrung sowie ausreichend Kondition sind unbedingt erforderlich!
Von der Jägersteighütte bis zu den Kreealmen ist keine Einkehrmöglichkeit - genügend zum Trinken mitnehmen!
Diese Tour ist nur bei sicherem Wetter machbar!

Ausrüstung

Bergschuhe mit Profilsohle, Wanderkarte, genügend zum Trinken

Weitere Infos und Links

Gipfel im Großarltal

Start

Hüttschlag - Talschluss (1037 hm)
Koordinaten:
Geographisch
47.147850, 13.287250
UTM
33T 370148 5223017

Ziel

Hüttschlag - Talschluss

Wegbeschreibung

Fahrt mit dem PKW nach Hüttschlag/Stockham – Parkmöglichkeit. Wanderung auf dem ebenen Fahrweg (Nr. 512) in den autofreien Talschluss bis zur Ötzlhütte (ca. 1/2 h). Ab hier Anstieg auf einem mäßig steilen, oft aber sehr nassen Steig durch das Schödertal zum Schödersee, 1.440 m (ca. 1 1/2 h). Anstieg am selben Weg bis zur Arlscharte, 2.252 m (ca. 3 h). Wanderung auf dem „Tauernhöhenweg“ Nr. 502 zur Marchkarscharte, 2.384 m und weiter auf den Weinschnabel, 2.754 m (ca. 2 1/2 h). Abstieg zur Muritzenscharte – vorbei an den beiden Schwarzseen, 2.221 m (kurze gesicherte Kletterpassage zwischen oberem und unterem Schwarzsee) und Aufstieg zur Schmalzscharte, 2.444 m (ca. 2 h). Für Wanderer in Not gibt es hier eine Übernachtungsmöglichkeit im „Albert-Biwak“. Auf dem Wanderweg Nr. 702 weiter zum Murtörl, 2.260 m (ca. 2 h). Abstieg ca. 1 1/2 h zu den beiden Kreealmen (Bichlhütte, 1.570 m und Kreehütte, 1.483 m)und weiter ca. 1 h ins Tal zum Ausgangspunkt der Tour.



Öffentliche Verkehrsmittel

Postbus Linie Nr. 540

Anfahrt

Fahrt mit dem PKW nach Hüttschlag und weiter in den Talschluss bis zum Gasthof Talwirt

Parken

Parkplatz Talwirt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte tappeiner Nr. 311

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Kommentare und Bewertungen (2)

Jörg Tippmar
13.05.2016
Wunderschöne Tour, die aber auch körperliche Höchstleistungen fordert! Da ich mit dem ersten Bus in der Früh bis Stockham gefahren bin, startete ich gegen viertel nach Acht, was sich schlussendlich als (viel) zu spät herausstellte. Der morgendliche Marsch durch das Schödertal ist einfach herrlich - Natur pur und keine Menschenseele außer mir. Am Schödersee angekommen, gab es eine Überraschung: Da es die vorherigen zwei Tage reichlich geregnet hatte, war der See übervoll, der eigentliche Weg stand einen Meter unter Wasser und ich musste mich am Ufer durch dichtes Gehölz zwängen, was reichlich Kratzer an Armen und Beinen hinterließ. Ebenso abenteuerlich war die spätere Überquerung des Kolmbachs, an diesem Tage zu einem reißendem Strom angeschwollen - ein falscher Schritt hätte schlimm enden können. Nach insgesamt etwa vier Stunden Gehzeit erreichte ich die Arlscharte und stieg zur Rast auf die Jägersteighütte ab. Gegen halb vier, also nach insgesamt über sieben Stunden, erklomm ich endlich die Spitze des Weinschnabels - ein großer Haufen Steine, dafür aber mit wundervollem Panorama nach allen Richtungen. Der Abstieg über Schneefelder, Steinplatten und Steinbrocken - hier fühlt man sich eher als Gams oder Steinbock denn als Wanderer - zu den Schwarzseen zieht sich länger hin, als man von oben meinen würde; vom Gipfel bis zur Schmalzscharte benötigte ich knapp über 2 Stunden. Die eben bezwungene kleine Kletterpassage oberhalb des Unteren Schwarzsees ist reichlich nervenaufreibend, in Anbetracht der bereits gelaufen Strecke in den Gliedern! Die Benutzung eines Hüftgurts mit Klettersteigsets wäre an dieser Stelle ratsam!! Nach einer kurzen Rast am Albert-Biwak und die Überlegung einfach hier zu übernachten, setzte ich meinen Weg fort und erreichte gegen viertel nach sieben im sanften Schein der abendlichen Sonne das Murtörl; nach insgesamt knapp 11 Stunden ist das eine kleine Erlösung! Von hier an geht es nur noch abwärts. Nach einer weiteren Rast auf der Kreealm, in meinem Fall der Bichlhütte, also die Obere der Beiden, erreichte ich halb zehn bei Dunkelheit wieder den Ausgangspunkt dieser Tour, nach insgesamt über 13 Stunden also. Ich hatte - laut Garmin - knapp über 29km zurück gelegt. Am Ende der Tour war mir klar, dass ich diese nie wieder machen wöllte, aber mittlerweile, knapp ein Jahr später und zwei Monate vor dem nächsten Sommerurlaub im Großarltal stehe ich kurz davor, mein Vorhaben zu brechen und dieses Erlebnis zu wiederholen :) Wer ebenfalls diese Wanderung absolvieren möchte, dem sei nochmals gesagt: Trittsicherheit, Bergerfahrung und eine Top-Kondition sind hier unbedingt erforderlich, ebenso reichlich Proviant!
Bewertung
Gemacht am
31.07.2015
Ein herrlicher Tag im Schödertal
Ein herrlicher Tag im Schödertal
Foto: Jörg Tippmar, Community
Übervoller Schödersee
Übervoller Schödersee
Foto: Jörg Tippmar, Community
Nach der Überquerung des Kolmbachs
Nach der Überquerung des Kolmbachs
Foto: Jörg Tippmar, Community
Pfringersee, oder auch Arlsee
Pfringersee, oder auch Arlsee
Foto: Jörg Tippmar, Community
Kölnbreinspeicher von der Arlscharte aus
Kölnbreinspeicher von der Arlscharte aus
Foto: Jörg Tippmar, Community
Angekommen am Gipfel
Angekommen am Gipfel
Foto: Jörg Tippmar, Community
Blick vom Weinschnabel auf Hochalmspitz (links, in den Wolken) und Ankogel (rechts)
Blick vom Weinschnabel auf Hochalmspitz (links, in den Wolken) und Ankogel (rechts)
Foto: Jörg Tippmar, Community
Blick ins Großarltal
Blick ins Großarltal
Foto: Jörg Tippmar, Community
Da gehts weiter: Vorbei an den Schwarzseen
Da gehts weiter: Vorbei an den Schwarzseen
Foto: Jörg Tippmar, Community
Blick zurück
Blick zurück
Foto: Jörg Tippmar, Community
Murtörl: Fast geschafft!
Murtörl: Fast geschafft!
Foto: Jörg Tippmar, Community
Der Tag und der Weg neigt sich dem Ende zu
Der Tag und der Weg neigt sich dem Ende zu
Foto: Jörg Tippmar, Community

Harald Spielbichler
03.01.2016
Bewertung

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
22,7 km
Dauer
13:30 h
Aufstieg
2189 hm
Abstieg
2189 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour

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